15.08.2017 / Tegernsee: Die Rauchs als Leichtwindkönige

15.08.2017 / Tegernsee: Die Rauchs als Leichtwindkönige

Es wurde einiges geboten heuer am Tegernsee, übrigens das WM-Revier von 2019! Da waren einmal die Grillhendln und am Tag darauf Spanferkel. Nein, Scherz beiseite. Nach dem Ende der Kaltfront rechnete am Samstag niemand mit Wind (es hatte 12 Grad!). Doch man schaffte es sogar, die 20 Boote aus drei Nationen (GER, AUT und Patrice und Agnes Rouanet aus FRA auf dem ITA-Klassenboot) eine gültige WF fahren zu lassen, bei der Wolfgang und Niko Rauch gleich einmal 4. wurden. Acht WF waren geplant.

Am Sonntag wurde es wärmer und es gingen drei Leichtwindwettfahrten bei Nordwind über die Bühne. Dabei waren nicht nur die leichtgewichtigen Teams vorne, denn Teddy Baehr und Andi Greif (über 100 kg) führten vor den sensationell starken Franzosen. Doch dahinter lagen gleich die Rauchs, die sogar eine Wettfahrt gewinnen konnten. Die Favoriten wie Spranger/Kopp oder Brändle/Kujan lagen dahinter in Lauerstellung. Die anderen Österreicher hatten einen durchwachsenen Tag. Schumi/Schumann fuhren zunächst einen 2., fingen dann nach Frühstart einen DSQ ein (es war gleich beim ersten Start die Flagge U gesetzt, sodass man sich nicht durch zurückfahren entlasten konnte). Die Studentschig-Brothers experimentierten mit anderen Segeln, da lief es auch nicht so. Allerdings muss man einwenden, dass das Feld extrem stark und ausgeglichen war. Selbst „Promis“ wie Sepp Höss oder Wende/Reichert lagen nicht in der ersten Hälfte des Feldes.

Am Montag wollte man die berühmte Morgenthermik nutzen, die normalerweise 3 Bf. Süd bringt. Diesmal war es deutlich weniger, es ging sich auch nur eine WF (um 7 Uhr früh!) aus. Doch dafür setzte schon gegen 12 Uhr die Nordost-Thermik ein. Sie brachte diesmal böigen, mitunter löchrigen Wind um 3-4 Beaufort. Drei Durchgänge bei diesen Verhältnissen führten zu einem Umsturz im Klassement. Spranger/Kopp zeigten ihre Klasse und gewannen das German Open doch noch deutlich. Dahinter war es sehr knapp.

Mit  einem 7. Gesamtrang wurden die Rauchs noch klar beste Österreicher. Die anderen rotweißroten Teams hatten keinen guten Lauf und fielen zurück.

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