30.05.2016 / Segeltraum Ossiacher See – Ritschka/Steininger gewinnen ÖSTM

30.05.2016 / Segeltraum Ossiacher See – Ritschka/Steininger gewinnen ÖSTM

Bei den alljährlichen Frühjahrsregatten meint es der Ossiacher See meist gut mit den Seglern, an Wind hat es kaum einmal gefehlt. Doch diesmal wurde fast schon zu dick aufgetragen: Sonne, Badetemperaturen und dazu noch Wind mit bis zu 4 Beaufort! Dazu das Rundum-Sorglos-Service im KYCO mit Brötchen und Getränken rund um die Uhr, zweimal kochte Boris, der lokale Chef de Cuisine, persönlich auf. All das festgehalten nicht nur auf den üblichen Fotos, sondern diesmal sogar via Drohne von oben :-)!

Zum Sportlichen: 17 Boote, darunter die deutschen Top-Segler vom Vize-Weltmeister abwärts. Leider nur 7 AUT-Boote (davon vier vom Veranstalter), dazu noch zwei „Ösis“ als Vorschoter auf GER-Booten, man hatte sich etwas mehr erwartet, leider blieb heuer auch die Schweizer Beteiligung aus.

Die ersten beiden Segeltage standen unter dem Motto „nur nicht aufgeben“. Erst um 17 bzw. um 18 Uhr abends stellten sich segelbare Verhältnisse ein. Zum Glück behielt Wettfahrtleiter Arnulf „Opa“ Oplusstil die Nerven und schaffte es so, jeweils zwei WF am Abend bei Westwind durchzubekommen.
Die Favoriten gaben sich keine Blößen. C. Spranger/Kopp, Schollmayer/Wördehoff, Erlacher/Wöhrer und T. Spranger/Rusitschka machten die ersten Plätze unter sich aus. Pechvogel der ersten Tage war Titelverteidiger Andi Polterauer, heuer mit Helmut Czasny (neues Mitglied :-)) unterwegs: Einen 4. Platz bei Protestverhandlung verloren, dann noch ein Frühstart, und vorbei…

Dafür haben Ritschka/Steininger nach der Pechserie im Vorjahr wieder zu alter Stärke gefunden und waren klar beste Österreicher, gefolgt von Wolfgang und Josef Rauch, die ungeachtet ihres „Gewichtsnachteils“ brav vorne mitkämpften und einen 5. fuhren. Weit zurück auch Schumi/Schumann, die völlig von der Rolle schienen. Damit fehlte dem österreichischen Titelkampf etwas die Spannung.

Als Entschädigung gab es am Samstag einen Traumtag: Relativ konstanter Westwind mit 4 BF ab 14h ermöglichte vier fantastische Wettfahrten. Dabei konnten sich auch die Kärntner gut in Szene setzen: Schellrat/Niederleitner und Studentschnig/Studentschnig konnten mit jeweils einem 7. Platz ihr bestes Einzelergebnis einfahren. Die Schwerdtfeger-Brothers, mit dem absolut ältesten Boot unterwegs (über 30 Jahre alt), konnten mit einem 6. und einem 7. Platz aufzeigen. Die ÖSTM-Medaillen gingen mit den Gesamträngen 6, 7, 8 an die Vielsegler der letzten Zeit (wie heißt das Sprichwort: Übung…).

Ritschka/Steininger holten ungefährdet ihre insgesamt vierten Titel, Schumi/Schumann schafften dank kleiner Aufholjagd noch Rang 2 und die Rauchs holten ihre erste Medaille (für Insider: Josef ist der Cousin von Niko, der diesmal keine Zeit hatte. Man braucht eben immer mehr als einen guten Schoten…)

Um den Gesamtsieg lieferten sich die deutschen Topsegler ein spannendes Rennen. Am Ende gewannen Spranger/Kopp punktegleich vor Schollmayer/Wördehoff, nur einen (!) Punkt dahinter Spranger jun. mit Rusi. Erlacher/Wöhrer brach in der 7. WF leider der Großschotblock, sonst wären sie auch da irgendwo dazwischen gewesen.

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