30.07.2015 / Fotofinish in Brunnen: Christens Weltmeister vor Spranger/Kopp

30.07.2015 / Fotofinish in Brunnen: Christens Weltmeister vor Spranger/Kopp

Es war ein hoher Anspruch, den sich der Regattaverein Brunnen gestellt hatte: Sie wollten die “beste Tempest-WM ever” veranstalten. Das ist ihnen, auch dank Hilfe des prachtvollen Spätsommerwetters, gelungen. Perfekte Organisation am Land und am Wasser, ein 1a-Wettfahrtleiter und dazu noch viele nette Kleinigkeiten: Das tägliche Price-giving mit Freibier und netten kleinen Sachpreisen für alle, die Morgen-Wanderung an die Geburtstätte der Schweiz (“Rütlischwur”) oder das Abschlussbuffett trösteten darüber hinweg, dass man ansonsten in der Schweiz ziemlich tief in die Euro-Tasche greifen muss.

Vielen Dank an Rene, Vreni, Reto und Andre stellvertretend für alle, die mitgeholfen haben, damit den 37 Teams aus fünf Nationen einiges geboten wurde.
Das galt auch für die Windverhältnisse. Dank des Schönwetters (eine kleine Front von Montag auf Dienstag störte kaum) gab es im Urnersee jeden Tag ab ca. 12:30 Thermik mit 3-5 Beaufort. Nur eine Wettfahrt fand im Gersauer See (Westbecken des Vierwaldstättersees statt) bei Westwind statt. Der größte Wermutstropfen aus österreichischer Sicht war die fast beschämende Beteiligung von nur drei Booten (2009 in Spiez waren es sechs). Zum Vergleich: Aus Deutschland waren 15 Mannschaften gekommen.

Zum Sportlichen: Die Titelverteidiger Conny und Ruedi Christen starteten die Serie fulminant mit drei Wettfahrtsiegen. Ihnen knapp auf den Fersen Christian Spranger/Christopher Kopp, die während der ganzen WM nur Top-3-Ränge fuhren! Dahinter matchten sich Suter/Hochuli und die Kujans um die Bronzemedaille.
Bei den Österreichern hatten Manfred Schumi/Bernd Schumann mit Rang 5 in der ersten WF einen guten Start, doch dann passierten in den folgenden WF nach stets guter Startkreuz Fehler, die sie im Ziel stets hinter die Top-Ten zurückwarfen. Wolfgang und Niko Rauch taten sich bei viel Wind aufgrund ihres geringen Gewichtes schwer, sobald es ein bisschen weniger wehte, wurden sie stärker. Für Walter Ritschka/Pepi Steininger begann die Woche mit einem gerissenen Großfall im Practice-Race. Auch danach wollte es anfangs nicht so richtig laufen. Erst als Walter sein Boot umtrimmte, wurde der Speed deutlich besser.

Mitte der Woche nach dem ersten Streicher blieben die Christens vorne, Spranger knapp dahinter. Schumi/Schumann fuhren wieder unter die ersten zehn. Walter blieb das Pech treu: 6. im Ziel, aber mit Frühstart draußen.
Am folgenden Donnerstag gab es für ihn und auch für mich ein OCS, ein schwarzer Tag.
Die beiden letzten Läufe am Freitag verliefen ungeheuer spannend. Da die Christens sich einen Ausrutscher leisteten, hätten sie die WM fast noch verloren. Doch da Wende/Reichert die letzten Wettfahrt vor Spranger/Kopp gewannen, waren die ersten beiden Teams punktegleich, aber Conny und Ruedi dank 5 Wettfahrtsiegen zum zweiten Mal Weltmeister! Bronze für die Kujans vor Suter/Hochuli und dem 19-jährigen Tobias Spranger (mit “Rusi” an der Schot).
Als 11. verpassten Schumi/Schumann die ersten Zehn nur knapp, Rauch/Rauch freuten sich über einen 18.Platz.
Nach alter Tradition mussten die Weltmeister anschließend ein unfreiwilliges Bad im durchaus frischen Vierwaldstättersee nehmen.

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