Der Traunsee hat sich heuer leider wieder einmal von seiner launischen Seite gezeigt. Nur am Donnerstag gab es perfekte Segelbedingungen unter Sonnenschein. Die Tempest-Flotte, durch zwei krankheitsbedingte Absagen kurz vor Regattabeginn auf diesmal nur 16 Boote geschrumpft, war diesmal im UYCT zu Gast. Gesegelt wurde in der Bucht vor Altmünster.

Dass es um den Titel ein Duell zwischen Ritschka/Steininger und Schumi/Üblagger gehen würde, war schon am Anfang klar. Um den Gesamtsieg redeten natürlich auch unsere deutschen Freunde mit. Erfreulich auch, dass (mit einer reinen Damen-Mannschaft!) sogar ein Schweizer Boot am Start war.

Die ersten drei WF bei dem für den Traunsee so typischen Ostwind verliefen fast nach Papierform. Ganz vorne mit zwei Siegen Spranger/Kopp vom Chiemsee. Die Österreicher leisteten sich jeweils einen Ausrutscher und waren am Ende punktgleich. Bitter für Schumi/Üblagger, dass sie in WF 2 an zweiter Stelle liegend zur falschen Leetonne fuhren (das passierte an dem Tag einigen, weil die Nachbarbahn die gleichen Bojen hatte) und so zehn Plätze verloren. Doch es gab ja noch genügend Wettfahrten, meinte man.

Doch es kam anders: Freitag nur Regen und Flaute. Samstag schöner Südwind gleich in der Früh. Doch Start war erst für 11 uhr geplant (…) und als wir rechtzeitig davor am Wasser waren, war weit und breit keine Startschiff zu sehen und auch kein Kurs gelegt!
Erst spät wurde gestartet, die WF gewann Spranger erneut vor Ritschka, Schumi nur 6. Der Wind flaute ab und wir wurden nach Hause geschickt. Wer zu spät kommt….

Am letzten Tag war man etwas schneller, aber der Wind schwächer und die Regenschauer als Spielverderber. Abbruch auf der dritten Runde, somit keine weitere WF mehr.
Damit wurden Ritschka/Steininger so wie im Vorjahr mit vier gewerteten WF (ohne Streicher) Staatsmeister, vor Schumi/Üblagger, die Bronzemedaille ging an Berger/Lassnig. Gesamtsieger wurden Spranger/Kopp (GER) vor Bähr/Greif (GER) und den Österreichern.

Ergebnis



Ein kleines, aber feines Feld fand sich am letzten Aprilwochenende beim KYCO in Bodensdorf zum Saisonauftakt ein. Die Temperaturen waren schon recht angenehm, die Winde leicht. Bei 1-2 BF aus Südwest konnten wir jeweils Samstag und Sonntag zwei WF segeln, es gab nicht einmal “Wartezeiten” Saisonauftakt: Schumi/Bezzi Kärntner Landesmeister, 29.04.2013 Die alte Grundregel – je weniger Wind, desto nervenaufreibender die WF – galt auch diesmal. Für Spannung war gesorgt, die “gute” Seite war nicht immer rechts, der Wind am Spikurs alles andere als konstant.
Wie gewohnt ging es vorne sehr eng zu, im 1. Lauf etwa lagen die ersten 5 Boote binnen 20 Sekunden. Gewohnt stark präsentierten sich unsere bayrischen Gäste Erlacher/Erlacher und Spranger/Kopp. Sie kämpften mit Schumi/Bezzi und Ritschka/Ritschka um die ersten Plätze. Gut in Form auch schon Schellrat/Reiser und Schimak/Kotrba. Einige waren mit ungewohnten Partnern unterwegs: Klaus Berger saß bei Hannes Trimpl am Boot. Christian Schwerdtfeger hatte seine Tochter Hanna an der Schot (starke Leistung als einziges gemischtes Team!), Wolfgang Rauch fuhr wegen Erkrankung seines Nico mit dem einheimischen Katamaran-Segler Eckart Senitza und Horst Feichtner hatte mit Josef Huber einen “Törn-Partner” ausgeborgt.

Die Entscheidungen fielen erst in der letzten WF, die Punkteabstände waren knapp: Die Erlachers konnten sich mit ihrem 2. WF-Sieg Platz 1 sichern, dahinter Schumi/Bezzi (damit Kärntner Landesmeister), einen Punkt vor Spranger, der wiederum einen Punkt vor den Ritschkas.

Das Rundum-Service im KYCO gipfelte diesmal in einem hervorragenden Schweinsbraten Samstag abend. Nicht nur das machte Appetit auf die weitere Segelsaison.

Ergebnis



Die Boote sind eingewintert, eine aus österreichischer Sicht erfolgreiche Saison abgeschlossen. Das Erfreulichste ist, dass wir für 2013 wieder den Status einer “Internationalen Staatsmeisterschaft” bekommen haben. Verantwortlich dafür ist die rege Beteiligung beim diesjährigen Event am Mondsee. Überhaupt konnten heuer alle Schwerpunktregatten im Inland durchgeführt werden, es gab auf allen Revieren Wind.
Höhepunkte 2013 sind die WM in Travemünde (20.-27 Juli) und die ÖSTM in Gmunden im Rahmen der Traunseewoche (9.-12. Mai Christi Himmelfahrt). Die German Open finden diesmal im August statt. Da der 15.08. ein Donnerstag-Feiertag (Maria Himmelfahrt) ist, treffen wir uns für vier Tage am Tegernsee, wo es bekanntlich eine sehr schöne Thermik gibt.

Weitere Inlands-Schwerpunktregatten gibt es am Ossiacher See (Saisonstart im April), am Mondsee im Juni und am Mattsee Ende September. Der komplette Regattkalender mit allen Terminen (auch D, CH, ITA usw.) wird demnächst veröffentlicht.

Wie immer noch ein Tipp für alle, die ein Boot suchen: Am besten an Walter oder mich wenden, wir stehen mit den anderen Klassenvereinigungen in Verbindung und wissen, welche gebrauchten Schiffe zu haben sind. Natürlich können bei Mader auch neue Boote bestellt werden. Der Komplettpreis (Boot, Hänger, Segel) liegt derzeit bei etwa 35.000 Euro.

Wir wünschen allen frohe Feiertage und ein gesundes Überwintern!



Das letzte Regatta-Wochenende der Saison erfüllte fast alle Erwartungen: Wind an beiden Tagen, spannende Kämpfe am Wasser, die “berühmte” Törggelen-Jause vom SCM am Abend. Einziger Wermutstropfen war, dass von zwölf gemeldeten Mannschaften nur neun kamen (zwei der drei Absager hatten aber plausible Gründe, vom dritten weiß man nichts), was auch nicht oft vorkommt.

Am Samstag mussten wir bis 16h warten, ehe sich eine WF bei etwas löchrigem Westwind (2 Bf) ausging. Vorne waren am Ende unsere Waginger Freunde Erlacher/Erlacher (der Junior heißt auch Stefan) vor Schimak/Kotrba und Schumi/Heigerer. Erstmals am Start auch eine neue Mannschaft vom veranstaltenden Klub: Oberbootsmann Christian Müller mit Bruder Andreas, die bisher im Korsar segelten, haben sich die AUT 1127 (unseres leider im August verstorbenen Segelfreundes Vinzenz Baldemair) gechartert und hielten gleich gut mit. Am Abend wurden dann bei Knödelsuppe und einer kräftigen Jausn die Ereignisse besprochen Mattsee: Saisonabschluss mit Wind und Törggelen, 01.10.2012

Zur allgemeinen Überraschung wehte schon am Sonntag morgen ein leichter Nordostwind, der sich im Lauf des Tages zu 2-3 Bf. plus ein paar Böen steigerte, wenn auch mit einigen kräftigen Drehern. Das erlaubte drei weitere WF: Die beiden ersten sahen wieder die Erlachers vorn, jeweils verfolgt von Schumi/Heigerer. Um die Plätze dahinter wurde noch auf der Zielkreuz hart gefightet. Einmal waren die Trimpls vorn, einmal Frank Schimak, die Ritschkas zweimal vierte. Sie gewannen aber noch die letzte WF, sodass sie im Gesamtklassement noch Rang drei hinter Erlacher und Schumi schafften. Als Gesamtfünfte wurden Schimak/Kotrba Salzburger Landesmeister.
Auch 2013 wird die mittlerweile traditionelle Törggelen Regatta wieder Ende September beim SCM stattfinden.

Ergebnis



So stellt man sich ein Segelwochenende vor: Hinfahren, aufbauen, auslaufen, segeln. Der Chiemsee präsentierte sich von seiner besten Seite, samstags mit Westwind (1-3), Sonntag bei Sonnenschein schon ab 10h mit Ostwind (1-2), und ermöglichte sechs Wettfahrten bei tadelloser WF-Leitung durch den SRV. Natürlich gab es die für unsere Alpenseen typischen Dreher und Boen bzw. Aussetzer, aber wo gibts die nicht. Schade, dass nur mit Mühe und Not zehn Mannschaften zusammenkamen, denn idealer kann so ein Herbstsegeln nicht sein. Ein österreichisches Boot war am Start, mit deutschem Schoten. Das bewährte “gemischte” Team Manfred Schumi/Hannes Trimpl dominierte den Samstag mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen. Doch Tobias Spranger/Wulff (das ist der Sohn vom Christian, der ansonsten hauptsächlich 49er segelt) gewannen ebenfalls zweimal und waren noch dran. Dahinter ging es knapp zu zwischen Erlacher, Baehr und Trimpl sen. Am Sonntag in Race 5 verspielten die Gesamtführenden eine zwischenzeitliche Führung und wurden nur 4., sodass der Vorsprung auf die Zweiten (nach Streicher) auf zwei Punkte schrumpfte. Die letzte WF war unheimlich spannend. An der letzten Leetonne kam praktisch das ganze Feld zusammen, bis zum Ziel gabs noch eine halbe Kreuz. Schumi/Trimpl profitierten davon, dass alle Gegner früher nach links wendeten, blieben am längsten rechts und erwischten den besseren Wind. WF- und Gesamtsieg vor Spranger/Wulff und den Erlachers (Vater/Sohn). Man kann nur hoffen, dass es sich bis nächstes Jahr herumspricht, dass man kaum wo so schön im Herbst segeln kann wie am Chiemsee.

Ergebnis



Walter Ritschka hat unser rotweißrotes Fähnlein in der Schweiz hochgehalten und dankenswerter Weise auch einen Bericht verfasst:
Unsere Nachbarn haben vom 06.-09. September vor Estavayer le Lac am Neuenburgersee sogenannte „zentralisierte Schweizermeisterschaften“ in den olympischen Bootsklassen und mit Beteiligung der TEMPEST-Klasse veranstaltet. Insgesamt 8 Klassen sind auf 4 Bahnen gesegelt und die spezielle Herausforderung bestand darin, von einem zentralen Clubgelände aus den etwa 200 Booten mit mehr als 300 Seglern reibungslos Abläufe zu gewährleisten.
Vier Wettfahrtleiter, vier Jury´s, sechs Vermesser und viele Helfer sowie Freiwillige des Ortes haben eine unglaubliche Arbeit geleistet, man konnte Schweizer Perfektion und Organisation in höchster Qualität erleben. Hier wurden neue Maßstäbe in jeder Beziehung gesetzt und dem Segelsport ein großer Dienst erwiesen.
Die TEMPEST-Klasse segelte auf der gleichen Bahn wie die Starboote und stellte mit 19 Booten aus 4 Nationen (SUI, GER, FRA, AUT) auch ein zur Star-Flotte nahezu gleich großes Feld.
Bei täglich strahlend blauem Himmel konnten insgesamt 6 Läufe absolviert werden, am ersten Tag 3 Wettfahrten bei herrlicher „Bise“ (3-4 Bft.) und an den Folgetagen bei nur leichten Winden weitere 3 Wettfahrten.
Verdiente Sieger waren einmal mehr die Christen´s – heuer ja auch Internationale Österreichische Meister – vor Suter/Hochuli und etwas überraschend am dritten Platz Andre Dolder mit Pia Zihlmann.
Österreich war durch Walter Ritschka, erstmals gemeinsam mit Johannes Trimpel an der Vorschot, vertreten. Leider nicht mit genügend Konstanz gesegelt und einigen Rückschlägen, einmal nach Materialproblemen durch ein DNF, dann durch einen 14. Platz mit schlechter Einschätzung der Windlöcher, blieben Ritschka/Trimpl mit einem 8. Gesamtplatz klar hinter den Erwartungen.
Revanche wird es spätestens nächstes Jahr geben wenn die Schweizer Meisterschaft zu Fronleichnam in Lugano veranstaltet wird.



Es ist zugegeben ein weiter Weg nach Quiberon, von Wien an die 2000 km. Doch sobald man dort ist, sieht man – sofern das Wetter mitspielt – sofort, dass es sich auszahlt, so weit zu fahren. Wilde Atlantikküste im Nordwesten, Sandstrände und ein traumhaftes Segelrevier im Südosten. Auf der (Halb-)Insel kommt man am besten mit dem Rad vorwärts, die Menschen sind ausgesprochen freundlich, das Essen fantastisch, vor allem wenn man Meeresfrüchte liebt.

Die Regatta-Organisation in St. Pierre de Quiberon ließ keine Wünsche offen. Perfekte Wettfahrtleitung, beim Kranen musste man sich allerdings nach dem Tidenkalender richten, da bei Niedrigwasser (5 Meter Tide!) unter dem Kran nur Steine sind. Einziger Wermutstropfen war, dass nur die Hälfte der Flotte (34 Boote aus acht Nationen) im Port Haliguen liegen konnte, der andere Teil ein paar Kilometer entfernt an Bojen vor dem Kran der “Ecole de Voile National” (Segelschule, französisches Segel-Leistungszentrum). Zwei österreichische Boote waren am Start: Schumi/Bezzi und Polterauer/von Mertens. Ritschka/Steininger mussten wegen einer Verletzung Pepis kurzfristig absagen, auch auf diesem Weg gute Besserung!

Leichte bis mittlere Winde überwogen, nur bei einer WF (Nr. 5) hatte es mehr als 20 Knoten. Die starke Strömung war zu berücksichtigen, auch beim Start. Gleich fünf Schiffe begannen die Serie mit einem OCS, darunter die Titelverteidiger und Teddy Baehr, der die WF sonst gewonnen hätte. Schumi/Bezzi duellierten sich gleich eine Runde lang mit den starken Franzosen Aumont/Viateur und starteten mit einem 3. Platz ganz hervorragend. Im zweiten Race waren beide rotweißroten Teams vorne dabei mit den Plätzen 6 (Polterauer) und 7.

Auch am zweiten Tag blieben die Kärntner immer vorne dabei und lagen nach vier WF sogar auf Gesamtrang 3, da Schäfer/Rusitschka ihren OCS noch nicht streichen konnten. Doch es zeichnete sich bereits ab, dass es um den Titel einen Dreikampf zwischen Kicker, Aumont und den Christens geben würde. Das Schweizer Ehepaar war so etwas wie der “sentimentale Favorit”, denn eine Frau als Tempest-Weltmeisterin gabs noch nie.

Als Conny und Ruedi dann noch zwei erste und einen zweiten Platz in Serie hinlegten, lagen sie nach 7 WF sogar in Führung, vor Kicker und Aumont. Unangefochten auf Rang vier zementieren sich Schumi/Bezzi ein, nach einem 2 und einem 4. schon mit Respektabstand vor dem 5., der immerhin der französische Olympiateilnehmer im Laser war. Für Andi Polterauer lief es bei Leichtwind nicht so gut, er blieb aber um Rang zehn.

Die Entscheidung fiel in zwei WF am Donnerstag. Man hatte entschieden, am Freitag nicht mehr zu segeln, weil man  tidenbedingt nur vormittag kranen konnte und danach Sturm angesagt war. Bei nur 1-2 Beaufort ging es in WF 8. In Führung lagen an der Luvtonne die Österreicher vor Schäfer/Rusitschka. Der Wind flaute weiter ab, nach der Leetonne duellierten sich die beiden ersten und “übersahen” Suter/Hochuli, die schließlich die WF gewannen vor Kicker und mir. Die Christens wurden nur 9., konnten den streichen, lagen aber jetzt nur mehr einen Punkt vor den Titelverteidigern.

Nach vier Stunden Flaute kam gegen 18h doch noch Wind (2-3) auf für die Entscheidung: Die Nerven bei den Christens hielten nicht ganz, sie produzierten bei Black Flag einen Frühstart und fielen auf Gesamtrang drei zurück. Trotzdem freuten sich sehr über die Bronzemedaille, weil sie das ihnen gesteckte Ziel (eine Medaille) erreichten. Der WF-Sieg in Race 9 reichte bei Gerard Aumont für den Vizetitel. Schäfer/Rusitschka reichte Rang drei zum WM-Titel mit zwei Punkten Vorsprung.

Es war für “Kicker” Schäfer der zehnte (!) Weltmeistertitel, der zweite mit “Rusi”. Gratulation! Manfred Schumi und Marco Bezzi wurden mit elf Punkten Rückstand auf die Bronzemedaille und 14 Punkten Vorsprung auf den 5. (Suter/Hochuli) hervorragende Vierte. Polterauer/von Mertens beendeten die Serie auf Platz 14.

Ergebnis



Die Tempestfamilie trauert um Vinzenz Baldemair, langjähriges Mitglied in der österreichischen Klassenvereinigung und aktiver Regattasegler, der vergangenen Freitag an den Folgen einer plötzlichen schweren Erkrankung gestorben ist.

Vinzenz Baldemair – Propst des Kollegiatsstifts Mattsee – hat mit seinen traditionellen Einladungen in das Stift Mattsee im Rahmen der Schwerpunktregatten der Tempest-Klasse das Regattasegeln am Mattsee immer zu einem besonderen Highlight gemacht.

Wir werden dich in guter Erinnerung behalten, lieber Tempest-Freund und wünschen dir gut Wind auf deiner letzten Zielkreuz!

Trauerparte Vincenz Baldemair (PDF)

Nachruf auf orf.at

Bildnachweis: Copyright orf.at & www.neumayr.cc



Der Comosee erinnert schon stark an den Lago di Garda. Von der Vegetation drumherum sowieso, die Ora heißt hier Brevia und kommt erst gegen halb zwei, das Italo-Feeling ist überall, nur Touristen gibt es zumindest am Ostufer deutlich weniger, auch keine Surfer.

Neun Klassen traten in den Vintage Games an, das hat die italienischen Organisatoren offenbar völlig überfordert, sehr zum Leidwesen des holländischen Vintage-Erfinders Rudy den Outer. Für die Tempest hieß das: Keine Moorings im Wasser, tägliches Kranen. Dazu eine umständliche WF-Leitung, die ewig brauchte und offenbar nicht wusste, dass man Wettfahrten auch verkürzen kann. Bei Gewitter und Seegang ist der Kran in Bellano lebensgefährlich, daher mussten wir zweimal aus Not in den öffentlichen Hafen ausweichen und uns dort zwischen die Boote spannen…Auch kulinarisch war das ganze trotz 400 Euro Nenngeld enttäuschend, aber bei so vielen Seglern ist es auch schwierig, dass alle zufrieden sind, vor allem die verwöhnten Pinkel aus der Tempestklasse Vintage Games: Vom Charme zum Chaos, 02.08.2012

Zum sportlichen: Mit 15 Booten aus 5 Nationen waren wir gut vertreten (FD 12, Drachen 14, Soling 16). Leider konnten nur 6 der geplanten 9 WF abngehalten werden, das lag aber an der WF-Leitung, Wind hätte es genug gegeben. Wie erwartet war die sportliche Dichte sehr hoch, schon kleine Fehler kosteten gleich ein paar Plätze, schließlich waren genug Top-Leute am Start. Vorne dominierten anfangs Baehr/Spranger, doch mit Fortlauf der Serie und schwächeren Winden wurden sie von den Christens doch noch klar überholt, die bei Leichtwind eine Klasse für sich sind.

Die Österreicher hatten nur Teilerfolge: Schumi/Feichtner hatten anfangs große Handling-Probleme, kamen erst gegen Ende in Fahrt. Rauch/Rauch hielten in dem starken Feld sehr wacker mit und können mit ihrer Leistung zufrieden sein.

P.S.: Urlaubsbedingt hatte ich erst jetzt Zeit, diesen bericht zu schreiben Vintage Games: Vom Charme zum Chaos, 02.08.2012

Ergebnis



23!!! Boote aus drei Nationen haben sich anläßlich der heurigen Internationalen Tempest-Staatsmeisterschaft vom 7. bis 10. Juni im Segelclub Schwarzindien (SCS) am Mondsee versammelt, um die Sieger zu ermitteln. Ein starkes Signal der Tempest-Klasse!!!

Die je 11 Teams aus Österreich und Deutschland, sowie die „Schweizer Stammgäste“ auf unseren Segelrevieren Cornelia und Ruedi Christen konnten am ersten Tag bei Leichtwind auch gleich den Vergleich aufnehmen.

WF 1 ging an den deutschen Alt-Meister Sepp Höss, mit Roland Metzner an der Schot, vor dem Schweizer Segel-Eherpaar Christen. Schellrat/Reiser vom Ossiacher See gingen überraschend als 4., und damit beste Österreicher über die Ziellinie. Der 2. Lauf, der gleich im Anschluss an WF 1 abgespult wurde, zeigte bereits deutlich schwierigere Verhältnisse. Diese wußten die Teams Christen/Christen (SUI), Behr/Greif (GER) sowie Ritschka/Steininger als 3. am besten zu Nutzen.
Nach dem 1. Tag gab es also rund um den heimischen Favoritenkreis mit den Teams Schumi/Bezzi (KYCO), Ritschka (CFT-WS)/Steininger (YCZ) sowie den Lokalmatadoren Berger/Lassnig (SCS) noch keine Tendenz, so schien es. Am „grünen Tisch“ wurde diesmal auch besonders intensiv gekämpft (bis 21.30 Uhr!!!). Walter Ritschka konnte den Protest einer deutschen Mannschaft erfolgreich abwehren, während der Co-Favorit Manfred Schumi dem Protest einer weiteren, deutschen Mannsschaft unglücklich zum Opfer fiel und damit ein „DSQ“ mit 24!!! Punkten einfing Walter Ritschka am Mondsee zum 1. Mal Staatsmeister, 13.06.2012 .

Tag 2 (Freitag) und 3 (Samstag) waren, angesichts der ungünstigen und regnerischen Wetterlage, eher mühsam. Das lange Warten wurde mit dem einen oder anderen Bier, anregenden Gesprächen, der köstlichen Verpflegung der „SCS-Küchenakrobatin“ Anni und – last but not least – mit der Fussball Europameisterschaft überbrückt. Mehr als eine vergeblich gestartete (aber abgeschossene) WF war leider nicht drin.
Spätestens am am 3. Tag war allen klar, dass die 10 ausgeschriebnen WF in weite Ferne gerückt waren und man überhaupt froh sein mußte, wenn eine gültige Wertung mit 4 WF zustande kommt. Es wurden bereits heftig Pläne über einen Ersatztermin für die Staatsmeisterschaft geschmiedet.

Der letzte Tag (Sonntag) begann, wie die 2 Tage zuvor aufgehört haben: Mit Regen Walter Ritschka am Mondsee zum 1. Mal Staatsmeister, 13.06.2012 . Die Yngling-Segler, die ihre Staatsmeister während der 4 Tage parallel im benachbarten Club UYCMo ausgetragen haben und mit denen sich die Tempest-Teams die Regattabahnen geteilt haben, trotzten jedoch dem Wetter und fuhren in Richtung vermeintliche Startlinie. Das wollte sich die Tempest-Gemeinschaft – bis auf ein paar Ausnahmen – nicht gefallen lassen und folgte ihnen umgehend.

Schließlich konnten noch 2 – angesichts der Windrichtung – schwierige WF bei teils lebhaftem Wind gesegelt werden, um eine gültige Staatsmeisterschaft zustande zu bringen. Damit war klar, dass es keinen Streicher geben wird (erst ab WF 5 wird gestrichen). Leidtragende dieses Umstandes war das Team Schumi/Bezzi, das somit auf ihrem „DSQ“ sitzen blieb und – trotz Platz 1 und 5 am letzten Tag – damit keine Chance hatten in den Titelkampf einzugreifen.

Gratulation an unseren Tempest-Präsidenten Walter Ritschka zum ersten Staatsmeister-Titel und Pepi Steininger zu seinem bereits 8.!!! Titel an der Vorschot (sie wurden Gesamt-Vierte). Die Silber-Medaille ging an Berger/Lassnig vom SCS, vor dem „überraschten“ Frank Schimak (Wallersee), der – krankheitsbedingt – auf seinen Stamm-Schoten Philip Kotrba verzichten musste und mit Thomas Kargl einen fast gleichwertigen Ersatz gefunden hat.

Die kurze Serie aus nur 4 WF ging schließlich verdient an Cornelia und Ruedi Christen (SUI), vor den deutschen Teams Behr/Greif und Schuster/Singer.

Ein Sonderaplaus zum Schluß gilt unserem Tempest-Freund Viktor Lassnig, der nicht nur 5 regattafähige Boote vom Heimrevier bemannt hat. Er war auch für die gesamte Organisation zuständig und hat es geschafft eine köstliche Verpflegung während der vier Tage zu einem günstigen Startgeld (nur Euro 90,-!!!) zustande zu bringen. Danke, lieber Viktor!!! Umso mehr freut es uns, dass er mit der Silbermedaille quasi belohnt wurde Walter Ritschka am Mondsee zum 1. Mal Staatsmeister, 13.06.2012 .

Ergebnis

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