Der Tegernsee ist deswegen so beliebt, weil er bei Schönwetter eine verlässliche Thermik hat und die Grillhendln so gut schmecken. Deshalb kamen heuer auch wieder 20 Boote, leider nur eines aus Österreich. Dafür wurde einiges geboten: Trotz sommerlichem Badewetter und strahlendem Himmel war bereits die erste WF (bei Nordost, der normalen Thermik-Richtung) am Samstag mit Drehern, Aussetzern und Böenwalzen gewürzt, unterm Strich eigentlich nicht regulär. Der Wind drehte dann auf Nordwest und legte ordentlich zu, obwohl es noch immer Schwankungen zwischen 2 und 4-5 Beaufort gab (WF 2). Im dritten Durchgang kamen dann so richtige Hammerböen, bis 30 Knoten wurden gemessen, auf dem Spikurs ging es ganz schön dahin. Natürlich gabs ein paar Kenterungen, aber alles verlief glimpflich. Kurios der Zieleinlauf: Der Anker vom Startschiff hielt nicht, es wurde abgetrieben. Die WF-Leitung schickte darauf ein kleines Schlauchboot mit einem blauen Fähnchen, dass die Ziellinie bilden sollte. Einige Teilnehmer, darunter Schumi/Schumann, fuhren am Ziel vorbei, und mussten schließlich wieder umdrehen und zurückfahren. Das kostete uns leider 6-7 Plätze….

Am Sonntag präsentierte sich der See so, wie wir ihn kennen: Thermik aus NO mit 1-3, gemütliches Sommersegeln. Um den Gesamtsieg patzten die bis dahin führenden Schweizer Weltmeister Christen/Christen (zwei WF-Siege, 1 x 6.) und fuhren ihren Streicher. Daher mussten sie den Deutschen Kujan/Kujan und Erlacher/Wöhrer (gewannen die WF) noch den Vortritt lassen. Die einzigen Österreicher im Feld schafften zum Abschluss noch einen versöhnlichen 5. Platz, mehr wie ein Rang im Mittelfeld war aufgrund des verpatzten Samstags aber nicht drin.

Ergebnis



Nach dem Traumwochenende mit Badetemperaturen und Wind am Attersee musste das wohl kommen: Aufbauen im Regen im SCS, Temperaturen wie im April. Wind gab es aber für die elf Boote, davon gleich vier vom Veranstalter-Club.

Zwischen Schauern, kurzfristigen Sonnenstrahlen und wechselnden Wind-Verhältnissen absolvierten wir am Samstag die ersten zwei Wettfahrten, bei denen Berger/Lassnig auf ihrer “Heimlackn” mit einem 2. und 4. Platz aufzeigten. WF Nr. drei wurde etwas unsanft durch eine Front beendet, die kurzfristig 6-7 Beaufort brachte und auf der 2. Vorwind abgebrochen wurde. Doch außer dass wir alle nass wurden passierte nicht viel. Nur bei der alten gelben OE 49, die vom deutschen Top-Team Spranger/Kopp getestet wurde (das Boot ist im Superzustand, sie gewannen eine WF!), brach der Lümmelbeschlag. Also genügend Gesprächsstoff beim abendlichen Buffett von Clubwirtin Anni, das kulinarisch keine Wünsche offen ließ.

Am Sonntag behielten nicht die Wetterpropheten unter den Seglern recht, sondern ausnahmsweise der Windfinder. Ab Mittag stellte sich erneut Westwind ein, etwas schwächer als am Vortag, aber genug für die drei restlichen Wettfahrten. Die Österreicher lieferten sich einen spannenden Vierkampf um Platz 2, die Deutschen Kujan/Kujan segelten zu konstant, um noch eingeholt zu werden. Zunächst fuhren Wolfgang und Josef Rauch einen 3., noch vor Schumi/Bezzi und Ritschka/Steininger.
Eine Vorentscheidung fiel in Race 4: Berger/Lassnig fabrizierten einen Frühstart, fuhren aber weiter, also OCS. Schumi/Bezzi fühlten sich betroffen und segelten zurück, die Aufholjagd brachte nur mehr Rang 5. Doch Ritschka/Steininger gewannen die WF und konnten ihren achten Rang vom Vortag streichen, waren plötzlich wieder dabei. Im letzten Race siegten zwar nach ausführlichem Duell die Kärntner vor dem Halb-Kärntner, doch am Ende waren sie punktegleich und Ritschka/Steiniger 2., punktegleich mit den Trimpls (gewannen auch eine Wettfahrt) und Schumi/Bezzi. Nur knapp dahinter die SCS-Schiffe von Berger/Lassnig und Rauch/Rauch.

Sehr umsichtig übrigens der junge Wettfahrtleiter vom ÖSV, Sebastian Mayer, der immer die richtigen Entscheidungen traf.

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Es gibt wohl kaum schönere Segeltage auf einem Binnenrevier als solche: Wolkenloser Himmel über dem Attersee, Rosenwind mit rund drei Beaufort, dazu Temperaturen für kurze Hosen: Dieses Glück hatten die 24 Teilnehmer (aus AUT, GER, SUI) bei der diesjährigen ÖSTM. Gastgeber war Österreichs größter Segelclub, der UYCAs. Dort stimmt alles bei der Organsisation: Von der Zuweisung des Liegeplatzes bis zum Clubrestaurant, wo man nach Nennung seiner ÖSV-Nummer (endlich weiß ich, wozu man die braucht) vom Kellner mit Namen angesprochen wird. Kochen tun sie dort übrigens auch sehr gut.

Doch nun zum Sportlichen: Die Serie begann für die Titelverteidiger Ritschka/Steininger gleich mit einem Missgeschick: Lümmelbeschlag gebrochen vor der ersten WF, diese verpasst. Danach mit provisorischer Reparatur nicht ganz so schnell wie gewohnt. Den besten Start hatten die Kärntner Schumi/Schumann, die zweimal unter die Top 5 fuhren und einmal nur von einem deutschen Frühstarter gebremst wurden, der raumschots zurück fuhr und sie zum Abfallen “zwang”. Auch Polterauer/Kainz (neuer Vorschoter für Andi vom Neusiedlersee) schafften jeweils noch Top Ten Plätze und waren damit zweitbeste Österreicher. Ganz vorne duellierten sich die deutschen Spitzenteams Spranger/Kopp, Erlacher/Wöhrer und Kujan/Kujan mit den Schweizer Weltmeistern Christen/Christen. Da der Rosenwind sehr konstant aus einer Richtung blies, waren die taktischen Möglichkeiten begrenzt. Man brauchte einen guten Start und guten Speed, um an der Spitze mitzufahren.

Der Freitag brachte windmäßig more of the same, allerdings ein bisschen stärker, bis 4 Bf. Eine bittere Erkenntnis vorweg an diesem Tag mit vier Wettfahrten: Keiner von uns Österreichern konnte mit den ausländischen Spitzenteams mithalten. Einzig Berger/Lassnig gelang einmal ein zweiter Rang. In der Gesamtwertung jedoch kamen die besten AUT-Teams nur auf die Plätze 7 und folgende. Dafür blieb es untereinander spannend. Ein Schwächeanfall der Kärnter (nur 17. und damit Streicher) war verantwortlich dafür, dass die verhaute WF vom Vortag in die Wertung rutschte (ein 16.) und sie von Polterauer/Kainz, die sehr gleichmäßig segelten, um zwei Punkte überholt worden.

Eine WF war noch ausständig, doch der Windgott hatte nach zwei tollen Tagen keine Lust mehr auf den Attersee. Samstag und Sonntag gab es den ganzen Tag nur Flaute und Badewetter. Daher sicherten sich Andreas Polterauer/Thomas Kainz ihren ersten Staatsmeistertitel. Für Andi wars der vierte insgesamt, aber der erste seit 1998 (!). Zweite Schumi/Schumann, die auch erst ihre dritte Regatta gemeinsam fuhren, und Dritte das bewährte “0815″-Team vom Mondsee Berger/Lassnig. Den Gesamtsieg holten sich Erlacher/Wöhrer hauchdünn (punktegleich) vor Spranger/Kopp.

Vielen Dank auch an die zahlreichen Schweizer Gäste, die weit anreisten, aber ihr Kommen nicht bereuten. Unser Ziel ist natürlich , nächstes Jahr (zu Fronleichnam Ossiacher See) wieder so ein starkes Teilnehmerfeld begrüßen zu dürfen.

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Bericht des Union-Yacht-Club Attersee

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Wer so wie ich schon viele, viele Osterhasenregatten in Waging gesegelt ist, der kennt die Tücken dieses kleinen bayrischen Sees. Normalerweise, wenn es nach dem Regen aufklart und die Sonne herausblinzelt, kann man die Badehose aus- und die Segelsachen einpacken. Nicht so diesen Samstag. Es gab Sonne, es wurde warm, und es kam Wind, und zwar aus West, normal die Schlechtwetterrichtung. Doch zum Wundern gibts keine Zeit, also zu den Segeldetails:
Drei schöne Wettfahrten bei 1-4 Beaufort, ein paar Dreher, weniger als sonst, und 20 Schiffe gemeldet, ein ansehnliches Feld für die junge Saison (davon 3 aus Ö, plus eine Crew). In WF 1 setzten sich Schumi/Schumann (neues Ossiachersee-Team) gemeinsam mit Spranger/Kopp vom Feld ab und starteten die Serie mit einem 2. Platz. So ging es nicht weiter: In WF 2 drehte der Wind vor dem Start und nachher gabs noch ein paar Löcher, sodass diesmal andere vorne waren. Ritschka/Steininger waren als beste “Ösis” Vierte. Sehr stark auch Frank Schimak, der kurzfristig bei Nico Magg als Ersatz für Rusi angeheuert hatte. Die bayrisch/österreichische Kombi war ebenfalls weit vorne dabei. In WF 3 kämpften Schumi/Schumann lange mit den beiden führenden deutschen Booten, doch vor lauter Gier, weiter nach vorne zu kommen, fuhren sie zu weit ins Ufer und verloren zum Schluss noch zwei Plätze. Daher lagen sie im Gesamtklassement einen Rang und einen Punkt hinter Ritschka/Steininger auf den Plätzen 5 & 6. Vierte übrigens Magg/Schimak!

Es waren zwar 6 WF ausgeschrieben und der Optimismus nach dem Samstag groß, doch am Tag darauf reichte es gerade einmal für eine an der Luvtonne abgeschossene WF, bei der übrigens Rauch/Rauch in Führung lagen. Also bliebs beim Samstag-Resultat, Gesamtsieger übrigens Brochier/Kern (D) vor Erlacher/Wöhrer.

Das Positivste dabei ist, dass der im Vorjahr begonnene Trend, dass die Startfelder langsam wieder größer werden, sich offenbar fortsetzt. Auch für die ÖSTM am Attersee in drei Wochen werden mindestens 25 Boote erwartet.

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Was die Windverhältnisse betrifft, so ist der Tempest-Frühlingspreis am Ossiacher See eine sichere Bank: Wie auch in den letzten Jahren mussten die 11 Teilnehmer (es gab eine kurzfristige Absage) nicht lange auf Wind warten. Bei durchaus frühlingshaften Temperaturen zog ein Ostwind auf, zunächst mit 1-2 Bft., im Lauf des Nachmittags steigerte er sich auf bis zu 4 Bft.
An der Spitze stets das aktuell wohl beständigste Team Spranger/Kopp vom Chiemsee. Doch dahinter schon die Österreicher: In WF 1 konnten die “Jungpapas” Schimak/Kotrba (für Nicht-Insider: Beide haben in den vergangenen 12 Monate Babys bekommen) Schumi/Bezzi noch auf Platz drei verdrängen. Im zweiten Race bei mehr Wind gab es ein spannendes Duell zwischen den Kärntnern und den deutschen Führenden, das diese knapp vor der letzten Leetonne noch gewinnen konnten. In Race 3 waren Ritschka/Ritschka die ersten Verfolger der Deutschen. Eine vierte Wettfahrt musste dann beim einschlafenden Wind abgeschossen werden.
Die KYCO-Küche verwöhnte uns dann neben Brötchen und Kuchen mit hausgemachtem Krenfleisch mit Rösti.

Am Sonntag war es wie schon oft: Zunächst setzte sich der angesagte Westwind nicht durch, sodass gegen 14 Uhr die ersten Auskranungen begannen und die WF-Leitung schluss machte. 20 Minuten später hätte es wieder schönen Segelwind für den ganzen Nachmittag gegeben. So blieb es bei 3 WF ohne Streicher.
Sieger also Spranger/Kopp vor Schumi/Bezzi (3. Kärntner Landesmeister-Titel in Folge!), Ritschka/Ritschka und Schimak/Kotrba. Perfekt wie immer im verkleinerten KYCO (ein Teil des Grundstückes musste abgegen werden, dadurch ist es etwas enger geworden) WF-Leitung und das Kulinarische. Leicht möglich, dass 2016 hier wieder die Int. Staatsmeisterschaft stattfinden könnte…

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Es ist ein idealer Saisonauftakt nach der langen Winterpause: Der Simssee bei Rosenheim, idyllisch und ruhig, 14 Boote am Start, darunter mit Rauch/Rauch und Schumi/Schumann zwei aus Österreich. Und entgegen dem Wetterbericht bereits am Samstag Sonne, Sonntag war dann überhaupt wolkenlos. Der angesagte Nordwind machte es der WF-Leitung samstags nicht leicht. Ständige Dreher und Aussetzer, aber eine WF konnte durchgebracht werden, die etwas überraschend der älteste im Feld, Sepp Höss (wird heuer unglaubliche 79) gewinnen konnte. Weitere Versuche mussten leider abgeschossen werden. Danach konnten wir die sympathische Gastfreundschaft des SRS genießen.

Tags darauf gleich ab zehn Uhr Ostwind. Böig, auch mit starken Drehern, aber 3-4 Bf in den ersten beiden Wettfahrten. Einige Vorschotleute machten mit dem Wasser Bekanntschaft. Doch diesmal setzten sich die Favoriten durch: Baehr/Spranger und Erlacher/Wöhrer machten sich den Sieg aus, am Ende waren sie punktegleich, aber Rolf knapp vorne. Die Österreicher landeten im Mittelfeld. Vielleicht kommen nächstes Jahr ein paar mehr von uns…

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Unsere Klasse feiert 2015 ihren 50. Geburtstag!

1965 wurde die von Ian Proctor designte Tempest, das schnellste offene 2-Mann-Kielboot der Welt, vorgestellt. Aus diesem Anlass hat unsere Bootswerft Mader jetzt ein Jubiläums-Angebot geschnürt, das bei Bestellung eines neuen Bootes bis 31. Juli 2015 gilt: Man erhält um einen Pauschalpreis von 34.990 Euro eine nagelneue Tempest (aus Epoxy, inklusive aller aktuellen Beschläge) und einen Hänger.

Jubiläums-Angebot Bootswerft Mader 50 Jahre Tempest (PDF 2,37 MB)

Bootswerft Mader GmbH
Zum Seeteufel 6
D-83329 Waging a. See
Telefon: +49 8681 373
E-Mail: mail@bootswerft-mader.de
Homepage: www.boostwerft-mader.de



Früher als üblich, noch schneller als sonst: Die (vorläufigen) Regattatermine 2015 sind bereits online (siehe Regattakalender), sodass ihr euch frühzeitig auf die “big events” einrichten könnt. Die Tempest ist nicht nur das attraktivste Kielboot, sondern hat auch eine bestens funktionierende Infrastruktur, von der Klassenvereinigung bis zum Bootsmarkt Vorschau auf die Saison 2015, 27.11.2014 .

Kurzer Rückblick auf die abgelaufene Saison 2014: Es gab auf allen Revieren (in Österreich und Bayern) schöne Wettfahrten mit Teilnehmerfeldern zwischen 14 und 22 Booten, das können nur wenige Klassen bieten. Einziger Wermutstropfen war das Wetterpech bei der WM am Comosee, wo wir mit Mühe vier Wettfahrten zusammenbrachten. Immerhin waren fünf österreichische Boote am Start. Auch bei den anderen Auslands-Events war die heimische Beteiligung ähnlich hoch. Im Inland hoffen wir, die Zahl der aktiven Regattasegler zu erweitern.

Damit sind wir schon bei 2015: Die Österreichische Staatsmeisterschaft findet zu Fronleichnam im UYCAs statt. Von der Beteiligung an diesem Event hängt es in Zukunft ab, ob die Klasse den Staatsmeisterstatus behält. Also ein Pflichttermin für alle Inländer. Die in den letzten Jahren beste ÖSTM-Beteiligung vom Mondsee 2012 (23 Boote) ist die Messlatte. Es wird auf jeden Fall ein internationales Feld mit mindestens drei Nationen geben. Weiters gibt es noch SP-Regatten am Ossiachersee (Anfang Mai) und am Mondsee (Mitte Juni) sowie nach einjähriger Pause auch wieder die Herbstregatta Ende September am Mattsee.

Genauso wichtig sind die internationalen Events: Die WM Ende August am Vierwaldstättersee in der Schweiz wird sicher ein Highlight (tolles Thermikrevier). Das German Open findet diesmal in Torbole am Gardasee im Oktober (!) statt, da ist es dort noch warm und es ist Platz. Dazu kommen noch die auch bei uns beliebten Regatten am Simsee, in Waging (Frühjahr), am Tegernsee und (neu) am Walchensee im Sommer sowie am Chiemsee im September. Da es in Deutschland viele neue Mannschaften gibt, wurde die Zahl der Regatten im Vergleich zu 2014 erweitert.

Auf dem Bootsmarkt gibt es jede Menge Angebote in allen Preiskategorien. Eine aktuelle Liste findet ihr z.B. auf www.tempestclass.com
Wer sich beraten lassen will oder einen “Geheimtipp” für ein schnelles Boot sucht, kann sich auch gerne an die Klassenvereinigung wenden (w.ritschka@ritschka.net oder manfred.schumi@chello.at).



Sonne, Wind und gezählte 21 Boote an der Startlinie! Wann gabs das zuletzt bei einer “normalen” SP-Regatta? Viele neue deutsche Teams waren am Start, aber auch fünf Boote aus Österreich. Bei zwei Bf. aus Nordost erwischte Andreas Polterauer (mit dem jungen Waginger David Bulin an der Schot) den besten Start, konnte die Führung zwar nicht bis ins Ziel verteidigen, wurde aber immerhin Dritter. Auch Berger/Lassnig und Martin Schellrat (mit neuem Schoten Franz Niederleitner jun.) erwischten einen guten Lauf.
Nach langer Zeit wurde übrigens wieder ein klassischer Dreieckskurs gesegelt. Die 2. WF wurde von einer Winddrehung in der letzten Startminute beeinflusst. Die Trimpls (Gusti + Gusti) kamen am besten weg und feierten einen Start-Ziel-Sieg. Im dritten Lauf mischten gleich zwei österreichische Boote vorne mit. Auf der letzten Kreuz sicherten sich Schumi/Üblagger Rang 2, Polterauer/Bulin wurden 3. WF-Sieger und Gesamtführende wieder einmal Kopp/Spranger, die heuer eine sehr starke Saison segelten.

Am Abend bei Rindsroulade & Co. gabs genug zu besprechen. Die Vorfreude auf den nächsten Tag war groß. Bei wieder strahlendem Sonnenschein wurde gegen Mittag ausgelaufen, diesmal weit auf den See hinaus, weil der Wind dort besser schien. Als endlich alle beim Startschiff eintrafen, schlief der Wind ein. Quälendes Warten, schließlich Schleppzug nach Hause. Eine Brise kam zwar noch auf, doch zuwenig für eine Wettfahrt.
Vor der Siegerehrung gabs noch köstliche Lachsspaghetti. Vielen Dank an Christian Spranger und Gustl Trimpl, die wieder alle Getränke der Segler sponserten! Dass die beiden auf den ersten zwei Plätzen landeten, hatte damit aber nichts zu tun Chiemsee: Saisonfinale mit 21 Booten!, 30.09.2014 . Als Dritter wurde Andi Polterauer bester Österreicher, die anderen vier Ösi-Teams landeten im Mittelfeld.

Ergebnis



Über die Wetterkapriolen dieses Sommer ist schon viel geschrieben worden. Auch die Tempest-WM in Domaso, eigentlich eines der schönsten Thermikreviere in Europa, blieb davon nicht verschont. Nur am Samstag, dem Anreisetag, zeigte sich der Comosee von seiner schönsten Seite mit 2-3 Beaufort den ganzen Nachmittag. Sonntag bewölkt mit Flaute, dann kam der Sturm. Mit Böen weit über 40 Knoten war am Montag zunächst nicht an einen Start zu denken. In der tollen Marina lagen die Schiffe zum Glück sehr sicher. Als der Wind weniger wurde, drehte er aber mit bis zu 100 Grad, sodass man erneut nicht Regatta segeln konnte.

Erst Dienstag zu mittag gab es bei Norwind um 4 Beaufort den ersten Start für die 31 Boote aus sieben Nationen (vier Schiffe, die gemeldet und bezahlt hatten fielen aus, zwei waren erkrankt, einer kam beruflich nicht weg, einer blieb bei seiner hochschwangeren Frau). Kurz nach der Zieldurchfahrt des letzten Bootes fiel der Wind zusammen, weitere Startversuche scheiterten, es drehte zu stark.

Das zunächst angesagte stabilere Schönwetter versprach für Mittwoch endlich Thermik. Ein Lauf mit 2 Bft. ging sich aus, ein Zweiter wurde von der WF-Leitung durchgedrückt, obwohl es ab der 2. Luvtonne spiegelglatt war und sich vor dem Ziel seltsame Dinge (wriggen, an Boje weiterziehen usw.) abspielten. Aber wenn man nach drei Tagen nur drei von neun Wettfahrten hat…

Donnerstag gab es wieder den ganzen Tag Flaute, sodass klar wurde, dass es möglicherweise diesmal keinen Streicher (erst ab der 5. WF) geben wird. In Führung lagen die Christens, die bei Leichtwind meist eine Macht sind, vor Plettner/Rusitschka (zwei Siege, aber auch einen 22. Platz) und Altmeister Rolf Baehr/Christian Spranger).

Ein Sonnenfenster am Freitag vormittag ermöglichte wenigstens einen (halbwegs fairen) Lauf, sodaß der WM-Titel (ohne Streicher) vergeben werden konnte. Allerdings war eine Seite nach dem Start stark bevorzugt, was einige Außenseiter nutzten. So siegte die Schweizern Pamela Kaltenmark, Wolfgang und Niko Rauch wurden Dritte!

Cornelia und Ruedi Christen genügte ein 6. Platz zum überlegenen Sieg. Nach Platz 3 im Jahr 2012 und dem Vizetitel im Vorjahr nun die Krönung für das sympathische Schweizer Ehepaar. Dahinter mit Plettner/Rusitschka und Wende/Reichert zwei deutsche Teams.
Die fünf österreichischen Boote schlugen sich wacker, jeder hatte aber auch seine Rückschläge. Ritschka/Steininger schafften als bestes einen 2. Platz, Schumi/Üblagger einen 4., Rauch/Rauch wie erwähnt einen 3. Auch Schellrat/Hribar und die Studentschnig-Brüder (mit dem drittältesten Boot) schafften einen 13. bzw. 14. Rang als bestes.

Im Endklassement lagen Ritschka/Steininger auf Rang 9, punktegleich mit Schumi/Üblagger (10.). Rauch/Rauch schafften mit Platz 12 ihr bestes WM-Resultat. 19. schließlich Schellrat/Hribar (Philipp segelte nach mehrjähriger Pause seine erste Tempest-Regatta) und 25. Felix und Matthias Studentschnig, denen ein paar PS mehr in Form eines neueren Bootes sicher guttun würde.

Ein Highlight in Domaso waren die “social events”: Beim italienischen Abend am Mittwoch packte Jean-Marie Thierry seine Gitarre aus und intonierte Songs in drei (!) Sprachen.
Bei der großen Fete am Freitag nach der Siegerehrung wurde zu Discosound auf den Tischen getanzt. Schon vorher hat mir Massimo Bernasconi, der lokale Organisator und sportliche Direktor des Circolo vela canottieri di Domaso gestanden, dass er total überrascht von den Tempest-Seglern war: Kein verbissener Haufen, der sich am Wasser bis aufs Blut matcht, sondern faire Segler, die ihr Boot beherrschen, aber am Land Spaß haben und eine familiäre Atmosphäre schaffen. Wir sind jederzeit wieder gerne willkommen in Domaso.
Das nächste Mal aber bitte mit dem Wind, für den der Lago di Como bekannt ist – die “Brevia”, sowas wie die Ora am Gardasee.

Ergebnis