Wer so wie ich schon viele, viele Osterhasenregatten in Waging gesegelt ist, der kennt die Tücken dieses kleinen bayrischen Sees. Normalerweise, wenn es nach dem Regen aufklart und die Sonne herausblinzelt, kann man die Badehose aus- und die Segelsachen einpacken. Nicht so diesen Samstag. Es gab Sonne, es wurde warm, und es kam Wind, und zwar aus West, normal die Schlechtwetterrichtung. Doch zum Wundern gibts keine Zeit, also zu den Segeldetails:
Drei schöne Wettfahrten bei 1-4 Beaufort, ein paar Dreher, weniger als sonst, und 20 Schiffe gemeldet, ein ansehnliches Feld für die junge Saison (davon 3 aus Ö, plus eine Crew). In WF 1 setzten sich Schumi/Schumann (neues Ossiachersee-Team) gemeinsam mit Spranger/Kopp vom Feld ab und starteten die Serie mit einem 2. Platz. So ging es nicht weiter: In WF 2 drehte der Wind vor dem Start und nachher gabs noch ein paar Löcher, sodass diesmal andere vorne waren. Ritschka/Steininger waren als beste “Ösis” Vierte. Sehr stark auch Frank Schimak, der kurzfristig bei Nico Magg als Ersatz für Rusi angeheuert hatte. Die bayrisch/österreichische Kombi war ebenfalls weit vorne dabei. In WF 3 kämpften Schumi/Schumann lange mit den beiden führenden deutschen Booten, doch vor lauter Gier, weiter nach vorne zu kommen, fuhren sie zu weit ins Ufer und verloren zum Schluss noch zwei Plätze. Daher lagen sie im Gesamtklassement einen Rang und einen Punkt hinter Ritschka/Steininger auf den Plätzen 5 & 6. Vierte übrigens Magg/Schimak!

Es waren zwar 6 WF ausgeschrieben und der Optimismus nach dem Samstag groß, doch am Tag darauf reichte es gerade einmal für eine an der Luvtonne abgeschossene WF, bei der übrigens Rauch/Rauch in Führung lagen. Also bliebs beim Samstag-Resultat, Gesamtsieger übrigens Brochier/Kern (D) vor Erlacher/Wöhrer.

Das Positivste dabei ist, dass der im Vorjahr begonnene Trend, dass die Startfelder langsam wieder größer werden, sich offenbar fortsetzt. Auch für die ÖSTM am Attersee in drei Wochen werden mindestens 25 Boote erwartet.

Ergebnis



Was die Windverhältnisse betrifft, so ist der Tempest-Frühlingspreis am Ossiacher See eine sichere Bank: Wie auch in den letzten Jahren mussten die 11 Teilnehmer (es gab eine kurzfristige Absage) nicht lange auf Wind warten. Bei durchaus frühlingshaften Temperaturen zog ein Ostwind auf, zunächst mit 1-2 Bft., im Lauf des Nachmittags steigerte er sich auf bis zu 4 Bft.
An der Spitze stets das aktuell wohl beständigste Team Spranger/Kopp vom Chiemsee. Doch dahinter schon die Österreicher: In WF 1 konnten die “Jungpapas” Schimak/Kotrba (für Nicht-Insider: Beide haben in den vergangenen 12 Monate Babys bekommen) Schumi/Bezzi noch auf Platz drei verdrängen. Im zweiten Race bei mehr Wind gab es ein spannendes Duell zwischen den Kärntnern und den deutschen Führenden, das diese knapp vor der letzten Leetonne noch gewinnen konnten. In Race 3 waren Ritschka/Ritschka die ersten Verfolger der Deutschen. Eine vierte Wettfahrt musste dann beim einschlafenden Wind abgeschossen werden.
Die KYCO-Küche verwöhnte uns dann neben Brötchen und Kuchen mit hausgemachtem Krenfleisch mit Rösti.

Am Sonntag war es wie schon oft: Zunächst setzte sich der angesagte Westwind nicht durch, sodass gegen 14 Uhr die ersten Auskranungen begannen und die WF-Leitung schluss machte. 20 Minuten später hätte es wieder schönen Segelwind für den ganzen Nachmittag gegeben. So blieb es bei 3 WF ohne Streicher.
Sieger also Spranger/Kopp vor Schumi/Bezzi (3. Kärntner Landesmeister-Titel in Folge!), Ritschka/Ritschka und Schimak/Kotrba. Perfekt wie immer im verkleinerten KYCO (ein Teil des Grundstückes musste abgegen werden, dadurch ist es etwas enger geworden) WF-Leitung und das Kulinarische. Leicht möglich, dass 2016 hier wieder die Int. Staatsmeisterschaft stattfinden könnte…

Ergebnis

Bilder



Es ist ein idealer Saisonauftakt nach der langen Winterpause: Der Simssee bei Rosenheim, idyllisch und ruhig, 14 Boote am Start, darunter mit Rauch/Rauch und Schumi/Schumann zwei aus Österreich. Und entgegen dem Wetterbericht bereits am Samstag Sonne, Sonntag war dann überhaupt wolkenlos. Der angesagte Nordwind machte es der WF-Leitung samstags nicht leicht. Ständige Dreher und Aussetzer, aber eine WF konnte durchgebracht werden, die etwas überraschend der älteste im Feld, Sepp Höss (wird heuer unglaubliche 79) gewinnen konnte. Weitere Versuche mussten leider abgeschossen werden. Danach konnten wir die sympathische Gastfreundschaft des SRS genießen.

Tags darauf gleich ab zehn Uhr Ostwind. Böig, auch mit starken Drehern, aber 3-4 Bf in den ersten beiden Wettfahrten. Einige Vorschotleute machten mit dem Wasser Bekanntschaft. Doch diesmal setzten sich die Favoriten durch: Baehr/Spranger und Erlacher/Wöhrer machten sich den Sieg aus, am Ende waren sie punktegleich, aber Rolf knapp vorne. Die Österreicher landeten im Mittelfeld. Vielleicht kommen nächstes Jahr ein paar mehr von uns…

Ergebnis



Unsere Klasse feiert 2015 ihren 50. Geburtstag!

1965 wurde die von Ian Proctor designte Tempest, das schnellste offene 2-Mann-Kielboot der Welt, vorgestellt. Aus diesem Anlass hat unsere Bootswerft Mader jetzt ein Jubiläums-Angebot geschnürt, das bei Bestellung eines neuen Bootes bis 31. Juli 2015 gilt: Man erhält um einen Pauschalpreis von 34.990 Euro eine nagelneue Tempest (aus Epoxy, inklusive aller aktuellen Beschläge) und einen Hänger.

Jubiläums-Angebot Bootswerft Mader 50 Jahre Tempest (PDF 2,37 MB)

Bootswerft Mader GmbH
Zum Seeteufel 6
D-83329 Waging a. See
Telefon: +49 8681 373
E-Mail: mail@bootswerft-mader.de
Homepage: www.boostwerft-mader.de



Früher als üblich, noch schneller als sonst: Die (vorläufigen) Regattatermine 2015 sind bereits online (siehe Regattakalender), sodass ihr euch frühzeitig auf die “big events” einrichten könnt. Die Tempest ist nicht nur das attraktivste Kielboot, sondern hat auch eine bestens funktionierende Infrastruktur, von der Klassenvereinigung bis zum Bootsmarkt Vorschau auf die Saison 2015, 27.11.2014 .

Kurzer Rückblick auf die abgelaufene Saison 2014: Es gab auf allen Revieren (in Österreich und Bayern) schöne Wettfahrten mit Teilnehmerfeldern zwischen 14 und 22 Booten, das können nur wenige Klassen bieten. Einziger Wermutstropfen war das Wetterpech bei der WM am Comosee, wo wir mit Mühe vier Wettfahrten zusammenbrachten. Immerhin waren fünf österreichische Boote am Start. Auch bei den anderen Auslands-Events war die heimische Beteiligung ähnlich hoch. Im Inland hoffen wir, die Zahl der aktiven Regattasegler zu erweitern.

Damit sind wir schon bei 2015: Die Österreichische Staatsmeisterschaft findet zu Fronleichnam im UYCAs statt. Von der Beteiligung an diesem Event hängt es in Zukunft ab, ob die Klasse den Staatsmeisterstatus behält. Also ein Pflichttermin für alle Inländer. Die in den letzten Jahren beste ÖSTM-Beteiligung vom Mondsee 2012 (23 Boote) ist die Messlatte. Es wird auf jeden Fall ein internationales Feld mit mindestens drei Nationen geben. Weiters gibt es noch SP-Regatten am Ossiachersee (Anfang Mai) und am Mondsee (Mitte Juni) sowie nach einjähriger Pause auch wieder die Herbstregatta Ende September am Mattsee.

Genauso wichtig sind die internationalen Events: Die WM Ende August am Vierwaldstättersee in der Schweiz wird sicher ein Highlight (tolles Thermikrevier). Das German Open findet diesmal in Torbole am Gardasee im Oktober (!) statt, da ist es dort noch warm und es ist Platz. Dazu kommen noch die auch bei uns beliebten Regatten am Simsee, in Waging (Frühjahr), am Tegernsee und (neu) am Walchensee im Sommer sowie am Chiemsee im September. Da es in Deutschland viele neue Mannschaften gibt, wurde die Zahl der Regatten im Vergleich zu 2014 erweitert.

Auf dem Bootsmarkt gibt es jede Menge Angebote in allen Preiskategorien. Eine aktuelle Liste findet ihr z.B. auf www.tempestclass.com
Wer sich beraten lassen will oder einen “Geheimtipp” für ein schnelles Boot sucht, kann sich auch gerne an die Klassenvereinigung wenden (w.ritschka@ritschka.net oder manfred.schumi@chello.at).



Sonne, Wind und gezählte 21 Boote an der Startlinie! Wann gabs das zuletzt bei einer “normalen” SP-Regatta? Viele neue deutsche Teams waren am Start, aber auch fünf Boote aus Österreich. Bei zwei Bf. aus Nordost erwischte Andreas Polterauer (mit dem jungen Waginger David Bulin an der Schot) den besten Start, konnte die Führung zwar nicht bis ins Ziel verteidigen, wurde aber immerhin Dritter. Auch Berger/Lassnig und Martin Schellrat (mit neuem Schoten Franz Niederleitner jun.) erwischten einen guten Lauf.
Nach langer Zeit wurde übrigens wieder ein klassischer Dreieckskurs gesegelt. Die 2. WF wurde von einer Winddrehung in der letzten Startminute beeinflusst. Die Trimpls (Gusti + Gusti) kamen am besten weg und feierten einen Start-Ziel-Sieg. Im dritten Lauf mischten gleich zwei österreichische Boote vorne mit. Auf der letzten Kreuz sicherten sich Schumi/Üblagger Rang 2, Polterauer/Bulin wurden 3. WF-Sieger und Gesamtführende wieder einmal Kopp/Spranger, die heuer eine sehr starke Saison segelten.

Am Abend bei Rindsroulade & Co. gabs genug zu besprechen. Die Vorfreude auf den nächsten Tag war groß. Bei wieder strahlendem Sonnenschein wurde gegen Mittag ausgelaufen, diesmal weit auf den See hinaus, weil der Wind dort besser schien. Als endlich alle beim Startschiff eintrafen, schlief der Wind ein. Quälendes Warten, schließlich Schleppzug nach Hause. Eine Brise kam zwar noch auf, doch zuwenig für eine Wettfahrt.
Vor der Siegerehrung gabs noch köstliche Lachsspaghetti. Vielen Dank an Christian Spranger und Gustl Trimpl, die wieder alle Getränke der Segler sponserten! Dass die beiden auf den ersten zwei Plätzen landeten, hatte damit aber nichts zu tun Chiemsee: Saisonfinale mit 21 Booten!, 30.09.2014 . Als Dritter wurde Andi Polterauer bester Österreicher, die anderen vier Ösi-Teams landeten im Mittelfeld.

Ergebnis



Über die Wetterkapriolen dieses Sommer ist schon viel geschrieben worden. Auch die Tempest-WM in Domaso, eigentlich eines der schönsten Thermikreviere in Europa, blieb davon nicht verschont. Nur am Samstag, dem Anreisetag, zeigte sich der Comosee von seiner schönsten Seite mit 2-3 Beaufort den ganzen Nachmittag. Sonntag bewölkt mit Flaute, dann kam der Sturm. Mit Böen weit über 40 Knoten war am Montag zunächst nicht an einen Start zu denken. In der tollen Marina lagen die Schiffe zum Glück sehr sicher. Als der Wind weniger wurde, drehte er aber mit bis zu 100 Grad, sodass man erneut nicht Regatta segeln konnte.

Erst Dienstag zu mittag gab es bei Norwind um 4 Beaufort den ersten Start für die 31 Boote aus sieben Nationen (vier Schiffe, die gemeldet und bezahlt hatten fielen aus, zwei waren erkrankt, einer kam beruflich nicht weg, einer blieb bei seiner hochschwangeren Frau). Kurz nach der Zieldurchfahrt des letzten Bootes fiel der Wind zusammen, weitere Startversuche scheiterten, es drehte zu stark.

Das zunächst angesagte stabilere Schönwetter versprach für Mittwoch endlich Thermik. Ein Lauf mit 2 Bft. ging sich aus, ein Zweiter wurde von der WF-Leitung durchgedrückt, obwohl es ab der 2. Luvtonne spiegelglatt war und sich vor dem Ziel seltsame Dinge (wriggen, an Boje weiterziehen usw.) abspielten. Aber wenn man nach drei Tagen nur drei von neun Wettfahrten hat…

Donnerstag gab es wieder den ganzen Tag Flaute, sodass klar wurde, dass es möglicherweise diesmal keinen Streicher (erst ab der 5. WF) geben wird. In Führung lagen die Christens, die bei Leichtwind meist eine Macht sind, vor Plettner/Rusitschka (zwei Siege, aber auch einen 22. Platz) und Altmeister Rolf Baehr/Christian Spranger).

Ein Sonnenfenster am Freitag vormittag ermöglichte wenigstens einen (halbwegs fairen) Lauf, sodaß der WM-Titel (ohne Streicher) vergeben werden konnte. Allerdings war eine Seite nach dem Start stark bevorzugt, was einige Außenseiter nutzten. So siegte die Schweizern Pamela Kaltenmark, Wolfgang und Niko Rauch wurden Dritte!

Cornelia und Ruedi Christen genügte ein 6. Platz zum überlegenen Sieg. Nach Platz 3 im Jahr 2012 und dem Vizetitel im Vorjahr nun die Krönung für das sympathische Schweizer Ehepaar. Dahinter mit Plettner/Rusitschka und Wende/Reichert zwei deutsche Teams.
Die fünf österreichischen Boote schlugen sich wacker, jeder hatte aber auch seine Rückschläge. Ritschka/Steininger schafften als bestes einen 2. Platz, Schumi/Üblagger einen 4., Rauch/Rauch wie erwähnt einen 3. Auch Schellrat/Hribar und die Studentschnig-Brüder (mit dem drittältesten Boot) schafften einen 13. bzw. 14. Rang als bestes.

Im Endklassement lagen Ritschka/Steininger auf Rang 9, punktegleich mit Schumi/Üblagger (10.). Rauch/Rauch schafften mit Platz 12 ihr bestes WM-Resultat. 19. schließlich Schellrat/Hribar (Philipp segelte nach mehrjähriger Pause seine erste Tempest-Regatta) und 25. Felix und Matthias Studentschnig, denen ein paar PS mehr in Form eines neueren Bootes sicher guttun würde.

Ein Highlight in Domaso waren die “social events”: Beim italienischen Abend am Mittwoch packte Jean-Marie Thierry seine Gitarre aus und intonierte Songs in drei (!) Sprachen.
Bei der großen Fete am Freitag nach der Siegerehrung wurde zu Discosound auf den Tischen getanzt. Schon vorher hat mir Massimo Bernasconi, der lokale Organisator und sportliche Direktor des Circolo vela canottieri di Domaso gestanden, dass er total überrascht von den Tempest-Seglern war: Kein verbissener Haufen, der sich am Wasser bis aufs Blut matcht, sondern faire Segler, die ihr Boot beherrschen, aber am Land Spaß haben und eine familiäre Atmosphäre schaffen. Wir sind jederzeit wieder gerne willkommen in Domaso.
Das nächste Mal aber bitte mit dem Wind, für den der Lago di Como bekannt ist – die “Brevia”, sowas wie die Ora am Gardasee.

Ergebnis



Schweizer Meisterschaft in Brunnen am Vierwaldstättersee (WM-Revier 2015!): 19 Boote aus vier Nationen und darunter die nagelneue AUT 1191, an Bord Walter Ritschka und Josef Steininger. Es war auf jeden Fall eine gelungene Feuretaufe für das neueste Schiff der Flotte.

Bei mittleren bis stärkeren Winden waren Walter und PepiImmer vorne dabei und lagen lange Zeit auf dem 2. Gesamtrang, nur die Vizeweltmeister und Titelfavoriten Christen/Christen waren nicht zu biegen. Gegen Ende der Serie schlichen sich ein paar Fehler ein, einmal gabs ein kleines Problem mit dem Spibaum, sodass die Österreich am letzten Tag etwas unglücklich noch auf Rang vier zurückfielen. Trotzdem ein rundum gelungenes Debüt, das Schiff ist pfeilschnell und wird auch bei der WM sicher für Aufsehen sorgen Feuertaufe für AUT 1191 in der Schweiz, 28.08.2014

Ergebnis



Der Tegernsee mit seiner Windsicherheit bei Schönwetter lockte auch heuer wieder 16 Mannschaften, davon vier aus Österreich, an. Der Wetterbericht verhieß allerdings nichts Gutes. Am Samstag regnete es bis am Nachmittag, danach gabs noch ein Gewitter. Als das durchgezogen war, wurde ausgelaufen. Doch der Wind kam aus allen Richtungen, eine Wettfahrt unmöglich. Einen Versuchs wars wert. Wenigstens schmeckten nach der Bewegungstherapie die Grillhendln noch besser.

Sonntag dann endlich Sonne, und, hurra, ab Mittag auch ein leichter Nordwind. Drei kurze Wettfahrten gingen sich noch aus. Überlegen Kopp/Spranger, die zweimal gewannen und einmal Zweiter wurden. Dahinter mit dem unverwüstlichen Sepp Hoess (rüstig wie eh und je) und Teddy Baehr zwei “Altmeister”. Beste Österreicher als Vierte Polterauer/Hofmann, Sechste Schumi/J. Rauch und auf Rang 9 Rauch Vater und Sohn, knapp vor Schimak/Laubichler. Frank war vielleicht ein bisschen abgelenkt, weil ihm auch demnächst Nachwuchs ins Haus stehen wird Polterauer/Hofmann Vierte am Tegernsee, 18.08.2014

Ergebnis



Der Wetterbericht versprach Wind, und so sollte einer spannenden Staatsmeisterschaft nichts entgegenstehen. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass das Feld mit 16 Booten (3 Nationen) doch unter den Erwartungen lag, speziell aus Österreich (Kärnten!) fehlten einige.
Bei Sonne und Wolken und drei Windstärken aus West ging es auf die Bahn. Gleich in den ersten zwei WF zeigte sich, dass die starken Gäste wie die Vizeweltmeister Christen/Christen aus der Schweiz oder die heurigen Seriensieger Spranger/Kopp aus Deutschland vorne den Ton angaben. Von den heimischen Favorits schlugen sich Ritschka/Steininger noch am besten. Bei der dritten WF kam es dann zu einem Aha-Erlebnis für Wallersee-Kenner. So wie schon vor zwei Jahren frischte der Wind urplötzlich auf zunächst 6, dann 7 Beaufort auf. Die Leetonne wurde noch von allen gerundet, dann legten Hammerböen den Großteil des Feldes flach. Die WF wurde abgebrochen. Eine halbe Stunde später war der Spuk vorbei. Otto Fink hatte seinen Mast eingebüßt (ein alter Diamond-Mast ohne Achterstag), ansonsten blieb alles ganz.
Es gab beim abendlichen Nudelessen (gesponsert von Präsident Walter, der leider noch auf sein neues Boot ein paar Wochen warten muss) viel zu diskutieren.

Am Freitag gab es dann bei etwas weniger Wind und dafür vor allem anfangs mehr Regen drei weitere WF. Vorne sah es ähnlich aus wie am Vortag. Berger/Lassnig konnten einmal einen zweiten Platz ersegeln, auch Schimak/Kotrba schlugen sich tapfer. Ritschka/Steininger hielten sich aber meist sogar in der Spitzengruppe und bauten ihren Vorsprung aus. Die als Mitfavoriten gehandelten Polterauer/Hofmann und Schumi/Üblagger kamen nie wirklich in Schwung.

Nach dem mittlerweile berühmten Spanferkel-Essen besserte sich das Wetter deutlich. Doch auf den Wind traf das nicht zu. Denn Samstag und Sonntag kam leider keine einzige Wettfahrt mehr zustande. Daher holten sich Walter und Pepi locker ihren dritten Staatsmeistertitel. Für Pepi Steininger war es übrigens bereits der zehnte (!) mit dem insgesamt vierten Steuermann. “Vize” wurden Berger/Lassnig, allerdings punktegleich mit Schimak/Kotrba. Gesamtsieger wurden Spranger/Kopp (GER), einen Punkt vor den Christens (SUI). An dieser Stelle noch vielen Dank an unseren Horstl Feichtner, der die Veranstaltung mustergültig organisierte, aber wegen einer Sportverletzung selber nicht mitsegeln konnte.

In der Nacht auf Samstag gab es dann noch ein freudiges Ereignis: Unser Philip Kotrba und seine Isa wurden Eltern eines gesunden Buben namens Josef. Die Tempest-Familie gratuliert herzlich, für Nachwuchs ist also gesorgt Wallersee: Ritschka/Steininger zum 3. Mal Staatsmeister, 23.06.2014

Ergebnis

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